Marina di Arbus
ist für denjenigen interessant, der sich vom Meer entfernen möchte, ohne es ganz aus den Augen zu verlieren.
Marina di Arbus oder auch Grüne Küste genannt, ist bekannt für den Reiz seiner Landschaften. Die totale Abwesenheit von Industrie und von Abflüssen, die ins Meer gehen, garantiert überall sauberes Wasser und da die Fischerei nicht sehr stark betrieben wird, ist das Meer auf wunderbare Weise reich an Leben.
Piscinas ist ein besonderer Platz mit seinen beeindruckenden Dünen, einem unglaublichen Mikrokosmos, der ein “Rückzugsort” von Persönlichkeiten geworden ist, die auf der Suche nach Privacy sind. Ein “lebendiges” Sandparadies, das zum Teil mit dichter Vegetation bewachsen ist.
67% des Territoriums ist Hügellandschaft, große Plateaus aus Basalt und Schiefer bilden beeindruckende Klippen, unterbrochen von kleinen Buchten und Fjorden. Geologisch gesehen ist dies das älteste Territorium der Insel. Seine wilde Schönheit, die natürlichen Düfte, die spontan wachsende Flora machen es einzigartig. Die landschaftliche Integrität ist noch interessanter dank der Präsenz von seltenen Arten aus der Fauna und Flora und der von Bergbaustrukturen, die verlassen aber noch “lebendig” sind. Montevecchio und Ingurtosu, von der UNESCO “Weltkulturerbe” ernannt, sind bezaubernde Dörfer, versteckt zwischen Eichen- und Steineichenwäldern, Erinnerungen an eine Bergwerksaktivität, die uns Gebäude und Baustellen von ungewohnter Eleganz hinterlassen hat. Die Hirsche spazieren in den Wäldern voller Ginster, Alpenveilchen und wilden Orchideen, sie rufen die Erinnerung an eine ursprüngliche Welt wach, für Reisende auf der Suche nach Emotionen. Unvergessliche, bühnenbildnerische Spiele, hohe Sanddünen; lange verlassene Sandstrände; das tiefe Blau des Meeres vom Smaragdgrün unterbrochen, außerordentlich klar. Der Duft von Wacholder und Mastixbäumen steigt einem in die Nase. Der Frieden, auch im August, ist unendlich.
Marina di Arbus und sein Hinterland sind das Reich des sardischen Hirsches, der vor dem Aussterben gerettet wurde und jetzt der wirkliche Herrscher dieses Mittelmeerwaldes ist. Die beste Zeit um ihn zu beobachten ist am frühen Morgen bei Sonnenaufgang oder beim Sonnenuntergang. In der Brunftzeit (August – Oktober) kann man leicht sein Röhren hören, dass in den Hügeln und auf den Dünen ertönt. Macchia aus Baumerdbeeren, Erika, Wacholder, Myrte, Mastixbäumen und Spindel wechseln sich mit selteneren Flecken von Eiben und Weiden, Erlen und bunten Oleander ab. In den Wäldern kann man leicht auf Marder, Wiesel, Wildschweine, Wildhasen und die sardischen Wildkatze treffen. Es gibt auch viele Vogelarten: Buntspechte, Kolkraben, Wanderfalken, Bonelliadler, bunte Gänsegeier mit typisch tropischen Hälsen, Sperber und Turmfalken, die im Frühling leicht zu beobachten sind während sie ihre Kleinen, in den Felsen ausgeschlüpft, füttern. Am Strand kann man die kleinen Spuren des Seeregenpfeifers sehen, ein kleiner Ufervogel, die von Silbermöwen und von der Wasserschildkröte, die ihre Eier längs der verlassenen Strände zwischen Scivu und Piscinas legt. Leicht kann man auf kleine Vogelarten treffen: den Samtkopfgrasmücken, den Provencegrasmücken und den Grasmücken. Sehr viel schwerer ist es einen Ziegenmelker zu entdecken, dessen mimetisches Gefieder ihn mit der Vegetation eins werden lässt; er hat seinen Namen von einem alten Glauben, Tatsache war das man ihn immer mit der Herde gemeinsam in der Abenddämmerung sah, daher stammt die Legende, dass er Milch saugen würde; in der Wirklichkeit ernährt er sich von Insekten. Nachts ist es leicht auf eine Schleiereule mit dem leisen Flug zu treffen. Zahlreich sind auch die Reptilien, aber keines von ihnen ist giftig, in Sardinien existieren keine giftigen. Unter den Reptilien sind: die tyrrhenische Eidechse, Algyroides, die kleine heimische Eidechse, die griechische Landschildkröte, die gelbgrüne Zornnatter und die Natter.

Bildergalerie
Interessant ist auch die Vegetation der Dünen, auf denen kleine Wacholderwälder und Espartogras wachsen, welche den Sand der Dünen zusammenhalten sowie die Ammophilia Litorans, der Meerstern mit der ewigen Blüte und dessen Duft zur Nachtzeit intensiver wird, der Stranddistel, der Soldanelle, der Levkoje mit den kleinen violafarbenen Blüten, die gemeinsam mit dem gelben Sandmohn im Frühjahr ein farbenprächtiges Bild aus den Dünen gestaltet. Eines der interessantesten und wichtigsten Habitat besteht aus Stechwacholder mit vielen hundertjährigen Exemplaren mit besonders verwachsenen Stämmen. Wegen der besonders zahlreichen Mengen von besonderen und endemischen Essenzen hat die Italienische Botanische Gesellschaft dieses Gebiet zu den BIOTYPEN von besonderem Interesse hinzugefügt.